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Startseite » Airlines » Deutsche Lufthansa

Deutsche Lufthansa


Geschichte und Werdegang der Lufthansa bis zum 2. Weltkrieg und die Neugründung der "neuen Lufthansa" 1955.
 

Die Alte Lufthansa

Den Ursprung hat die Deutsche Lufthansa bereits in den 20er Jahren. Am 6. Januar 1926 nahm die „alte Lufthansa“ den Flugbetrieb auf. Aus einem Zusammenschluss der Deutschen Aero Lloyd und Junkers Verkehrs AG gründete man die Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft. Durch den bisherigen Flugbetrieb beider Airlines belief sich die Flotte auf 162 Flugzeuge – meiste ältere Modelle noch aus dem ersten Weltkrieg. Als Erstflug mit Passagieren gilt ein Flug am 6. April 1926 mit einem Fokker-Grulich-Hochdecker von Berlin Tempelhof über Halle, Erfurt und Stuttgart nach Zürich. Vorher gab es vereinzelt Nachtpostflüge. Am Ende des ersten Betriebsjahres beförderte man 56 268 Fluggäste, 258 Tonnen Fracht und 301 Tonnen Post.
Trotz des Wachstums der Airline schon zu dieser frühen Zeit, wurde das Geschäft durch die Wirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre getroffen. Neue Ziele im Fernen Osten und der Südatlantikverkehr erwiesen sich als lohnende Ziele. Im Jahr 1933 wurde der zusammengeschriebene Name „Lufthansa“ eingeführt. Während des Nationalsozialismus erlebte die Lufthansa ein kontinuierliches Wachstum bis schließlich zum Ende des 2. Weltkrieges das Streckennetz nach und nach verkleinert werden musste. Am 22. April 1945 wurde der letzte Linienflug (Berlin Tempelhof – Warnemünde) durchgeführt.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die „alte Lufthansa“ aufgelöst und alle Flugrechte gingen an die Alliierten Besatzungsmächte.

Die Neue Lufthansa

Nach dem zweiten Weltkrieg waren Flugzeugbau und dessen Betrieb nur für die Besatzungsmächte erlaubt. Dies führte dazu, dass die Gründung der „Deutsche Lufthansa AG „ erst wieder Anfang der 50er Jahre vorbereitet werden konnte. Mit Unterstützung vom Staat und der Deutschen Bank gelang am 1. April 1955 die Gründung der neuen Lufthansa. Je 4 Super Constellation und 4 Convair Flugzeuge wurde mit Genehmigung der Alliierten bestellt. Fast zeitgleich, am 1. Mai 1955 gründete man in der sowjetischen Besatzungszone die „Lufthansa Ost“ (1958 umbenannt in Interflug).

Mit der Einführung der Boeing 707 am 2. März 1960 beginnt bei der Lufthansa das Jetzeitalter. Da ehemalige Propellerflugzeuge auf den Langstrecken nicht mehr benötigt wurden, flogen diese innerdeutsche Shuttledienste, damals ohne Buchung oder Bordservice. Geprägt durch Wachstum und Fortschritt folgte schon 1964 der nächste Jet: die Boeing 727 die sowohl als Fracht- und Passagiermaschine nutzbar war. Mitt der 60 er Jahre beteidigte sich die Lufthansa an der Entwicklung der neuen Boeing 737 und hatte somit einen großen Einfluss auf dessen Gestaltung. Es wurden anfangs 21 Maschinen bestellt – die erste Auslieferung fand im November 1966 statt. 1968 schloss sich die Lufthansa mit Air France, der Sabena und der Alitalia zur so genannten ATLAS Gruppe zusammen. Man reagierte hiermit auf die gewachsenen Ansprüche im Luftverkehr.

In den 70 Jahren stößt mit der Boeing 747 das wohl bekannteste Großraumflugzeug (bis zur Einführung des Airbus A380 38 Jahre später) in die LH Flotte hinzu. Erstmals wurde zur Auslagerung des Frachtverkehrs die „German Cargo“ gegründet. Als erste Airline Weltweit setzte man die Boeing 747 auch als Nurfrachter ein.

Anfang der 80er Jahre wurde eine erste umfangreiche Flottenmodernisierung notwendig, Boeing 737 und Boeing 747 wurden durch neuere Modelle der jeweiligen Reihe ersetzt und die Entwicklung des Airbus A310 wurde vorangetrieben. Erst 1988 konnte die Lufthansa durch eine Zusammenarbeit mit Air France Flüge nach West Berlin anbieten (gelogen von Euroberlin). 1989 stockt die Lufthansa ihr Kapital an der DLT (später 100% Tochter mit neuem Namen Lufthansa Cityline).
Nach dem Fall der Mauer und der darauf folgenden Wiedervereinigung Deutschlands sollte die Lufthansa mit der Interflug fusionieren, was jedoch vom Bundeskartellamt verhindert wurde. Die Krise der 90er Jahre sorgte für große Turbulenzen im Lufthansa Konzern, diese konnte jedoch durch eine umfangreiches Sanierungsprogramm überwunden werden. Bis 1997 wurde die bis dato staatliche Lufthansa zum größten Teil privatisiert und gehörte nur noch zu 37% dem Bund. 1997 wurde zusammen mit Air Canada, SAS, Thai Airways und United Airlines die Star Allianz gegründet.

Die Terroranschläge am 11. September 2001 sorgten bei der Lufthansa zwar für einen Passagierrückgang, diese Krise konnte aber durch entsprechende Gegenmaßnahmen schnell überwunden werden. Gleiches gilt die Einschränkungen durch die Seuche SARS Ende November 2002.

Heute steht die Lufthansa mehr dennje im Zeichen der Globalisierung und steht für eine vernetzte Welt. Der Hub Frankfurt wächst weiter und mit der Übernahme der Swiss (Nachfolgegesellschaft der Swissair und Crossair) entsteht neben München ein dritter Hub: Zürich.

IATA-Code: LH
ICAO-Code: DLH
Rufzeichen: Lufthansa
Gründung: 1926
Sitz: Köln
Drehkreuz: Frankfurt am Main, München, Zürich
Unternehmenform: Aktiengesellschaft ISIN: DE0008232125
Leitung: Wolfgang Mayrhuber
Mitarbeiterzahl: 105.261[1]
Umsatz: 22.420 Mio. Euro[1]
Fluggastaufkommen: 62,9 Mio.[1]
Allianz: Star Allianz
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 513

 
 
Deutsche Lufthansa Zwischenfälle
»Boeing 747-130 (D-ABYB)Nairobi, Kenya59 Opfer (176 Paxe)

 
© Ben Adam
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