ILS (Instrument Landing System)
Das ILS ist das gängigste Anflugverfahren im zivilen Luftverkehr. Es sendet sowohl vertikale (Glideslope) als auch laterale (Localizer) Singnale für den Anflug eines Flughafens. Ein gewöhnliches ILS beginnt mit dem Descent Point, über einen 3° Glideslope bis zum Minumum (CATI, CAT II oder CAT III).
Je nach Flughafen und Anfluggestaltung kann ein ILS auch einen flacheren oder steileren Glideslope haben (wie z.B. in Zürich, Landebahn 34: 3,2°) oder in der Länge variieren (z.B. in Brüssel ist das ILA auf die Bahn 20 sehr kurz und beginnt bei nur 2000 Fuss)
Konfiguration während eines ILS Anfluges:
Während dem Anflug wird das Flugzeug konfiguriert, d.h. In die Landekonfiguration gebracht. Beispiel eines Canadair Jets 700:
Kurz vor dem Descent Point werden die Klappen erst auf 1°, dann auf 8° gefahren. Bei ca 2500 Fuss über der Schwelle fahren wir die Landeklappen auf 20° und kurz danach – bei 2000 Fuss über der Schwelle - wird das Fahrwerk ausgefahren. Nach wenigen Sekunden Pause fahren die Klappen auf 30° und anschließend auf 45°, sodass sowohl das Fahrwerk, die Klappen und die Geschwindigkeit bei spätestens 1000 Fuss über der Schwelle in der endgültigen Landekonfiguration sind. Sollte dies nicht der Fall sein, gilt der Anflug als nicht mehr stabil und es muss durchgestartet werden. (ggf. Airlineabhängige Ausnahme bei guter Sicht und direktem Blickkontakt zur Landebahn)
© Ben Adam |
|