Die Deutsche Flugsicherung (DFS)
Nur mit starken Nerven lassen sich 3 Millionen Flüge jedes Jahr durch Deutschlands Himmel dirigieren.
Das Herz der Deutschen Flugsicherung befindet sich im kleinen Ort Langen südlich von Frankfurt. In einem 1700 Quadratmeter großem Raum arbeiten an über 100 Arbeitsplätzen die Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS).
Von hier aus steuern die Lotsen der Lüfte jährlich bis zu 3 Millionen Flugbewegungen, vom Start bis zur Landung. Sie sitzen an modernen Arbeitsplätzen mit großen Bildschirmen auf denen unzählige kleine Symbole die einzelnen Flugzeuge darstellen. Daneben eine ganze Reihe Zahlen, Bezeichnungen, Steig- und Sinkraten und vieles mehr was zur Überwachung der Flugzeuge nötig ist.
Durch die kurzen klaren Sätze, die Fluglotsen mit den Piloten austauschen sind die Funksprüche immer sehr kurz und präzise. "Departure LH 438, Climbing 5000" - "LH 438 roger, continue climb Flight Level 110".
Der Job als Fluglotse ähnelt einem komplexen Schachspiel: hunderte Flugzeuge fliegen in unterschiedlichen Höhen, Geschwindigkeiten mit unterschiedlichen Zielen. Immer wieder muss ein Lotse von der Standardroutine abweichen und die Flugzeuge durch Improvisieren sicher durch seinen Sektor bringen bis er es an einen nächsten Sektor weitergibt - dort beginnt das Spiel von vorn.
Diese Belastung ist nicht für jeden zu schaffen: nur 5% der Bewerber schaffen es zum Fluglotsen und die Fähigkeiten die einem "Dirigent der Lüfte" täglich abverlangt werden sind hart: in Stresssituationen schnell reagieren, viele Informationen gleichzeitig aufnehmen und verarbeiten - wichtige Eigenschaften, die bei älter werdenenden Menschen abnehmen. Auch einer der Gründe, warum ein Lotse mindestens alle zwei Stunden eine Pause braucht. Hier kann man beim Kaffee oder Billard die Gedanken abschweifen lassen - im ob wäre das fatal.
Fakten zur Deutschen Flugsicherung
Die DFS ist nach Artikel 87d des Grundgesetzes eine Bundeseigene GmbH. © Luftfahrt.net
|
|