Die Berliner Luftbrücke ist eine von den USA und Großbritannien im Winter 1948/49
eingerichtete permanente Flugverbindung zur Versorgung Westberlins.
Die USA und Großbritannien etablierten daraufhin
eine Luftbrücke, um die eigenen und die französischen Truppen sowie die 2,2 Millionen
Westberliner mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen. Insgesamt transportierten die
"Rosinenbomber" 1,44 Millionen Tonnen Fracht. Mit dieser bedeutendsten zivilen Luftbrücke
demonstrierten die USA im Zuge der wachsenden Ost-West-Spannungen ihre Stärke und sicherten
sich die Zustimmung der Westdeutschen zu ihrer Politik. Ernst Reuter, der damalige Regierende
Bürgermeister Westberlins (bis 1953),
wurde legendär durch seine Durchhalteappelle an die
Berliner Bevölkerung und seine unbeugsame Haltung während der Blockade. Bei den Feierlichkeiten
zum fünfzigsten Jahrestag im Mai 1998 gedachten der amerikanische Präsident Bill Clinton und
der (damals noch) deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl in Berlin den Opfern der Luftbrücke.
Nachdem die Sowjetunion am 24.Juni 1948 die Zufahrtswege nach Berlin unterbrochen hatte,
errichteten die Alliierten eine Luftbrücke. Täglich wurden bis zu 6300 Tonnen lebensnotwendiger
Güter nach Berlin transportiert.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Berlin fiel in
den sowjetischen Einflussbereich, erhielt jedoch einen Sonderstatus, demzufolge es nach den
Vorgaben der vier alliierten Siegermächte verwaltet wurde.
Als Antwort auf die am 20. und 21. Juni 1948 in Westdeutschland durchgeführte Währungsreform
und auf die Londoner Empfehlungen blockierte die Sowjetunion ab dem 23. Juni 1948 die Land-
und Wasserwege zu den Westsektoren Berlins.