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Schülerpraktikum in Berlin Tegel
FOC Bericht

 
Datum: 03.06.1996 - 07.06.1996 Ort der Tätigkeit: Flughafen Berlin Tegel - BLAS: Abteilung FOC (Flight Operation Center)

In der Abteilung FOC wird, wie auch in allen anderen Abteilungen der BLAS in verschiedenen Schichten gearbeitet. Die Schicht beginnt morgens um 7 Uhr und wechselt alle sechs Stunden.
Die Hauptaufgaben im FOC spezialisieren sich auf die Abteilung "Crew Contact". Hier können sich alle Crew Mitglieder ca. eine Stunde vor ihrem Flug alle nötigen Informationen über den Flug, die Passagiere, die Besatzung und das Flugzeug ausdrucken lassen. Hierzu besitzt jedes Crewmitglied eine Nummer, die in den Computer eingegeben wird. Anhand dieser Nummer können weitere Flüge (bis zu drei Wochen im vorraus) für die Flugbegleiter ausgedruckt werden. Beispielsweise werden Informationsbögen des Flugzeuges, auf denen die bisher zurückgelegten Strecken aufgezeichnet werden, direkt an den Piloten des nächsten Fluges mit dieser Maschine weitergeleitet.
Anhand neuer Systeme lassen sich vom FOC auch Nachrichten über den Computer in ein, sich im Anflug befindendes, Flugzeug faxen. Hierbei kann es sich um fast alle Informationen handeln, die der Pilot für den Flughafen benötigt (zum Beispiel die Art und Weise des Einparkens).
Alle diese Funktionen des Computers und des Personals wurden mir innerhalb der ersten beiden Tage genau erklärt.
Im Computer des FOC gibt es über jeden großen Flughafen einige Informationen, die in einem gesonderten Ordner für die Flugbegleiter/innen zur Verfügung liegen. Da diese Texte sehr oft aktualisiert werden, habe ich sie erst auf dem Computer geladen und dann in richtiger Reihenfolge ausgedruckt. Die Abkürzungen (TXL=Berlin, LHR=London...) wurden dann gelb markiert und schon gab es einen neuen aktuellen Informationsordner.
Die Aussage der Mitarbeiter "Der Job wird erst interessant, wenn nichts mehr nach Plan verläuft" kann ich bezeugen. Wenn nämlich zum Beispiel eine Maschine in Frankfurt einen technischen Defekt hat, müssen neue Crewbegleiter aus dem "Stand-by" angerufen werden. Diese Leute sind zwar zu Hause, müssen jedoch jederzeit bereit sein, um für Unvorhergesehendes einzuspringen.
Der Aufenthalt im FOC war sehr interessant, auch wenn oft nicht allzu viel zu tun war. Es herschte immer eine gute Stimmung obwohl entweder gar nichts los war oder große Probleme zu bewältigen waren.

 
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