In der Abteilung FOC wird, wie auch in allen anderen Abteilungen der BLAS in verschiedenen
Schichten gearbeitet. Die Schicht beginnt morgens um 7 Uhr und wechselt alle sechs Stunden.
Die Hauptaufgaben im FOC spezialisieren sich auf die Abteilung "Crew Contact". Hier können
sich alle Crew Mitglieder ca. eine Stunde vor ihrem Flug alle nötigen Informationen über den
Flug, die Passagiere, die Besatzung und das Flugzeug ausdrucken lassen. Hierzu besitzt jedes
Crewmitglied eine Nummer, die in den Computer eingegeben wird. Anhand dieser Nummer können
weitere Flüge (bis zu drei Wochen im vorraus) für die Flugbegleiter ausgedruckt werden.
Beispielsweise werden Informationsbögen des Flugzeuges, auf denen die bisher zurückgelegten
Strecken aufgezeichnet werden, direkt an den Piloten des nächsten Fluges mit dieser Maschine
weitergeleitet.
Anhand neuer Systeme lassen sich vom FOC auch Nachrichten über den Computer in ein, sich im
Anflug befindendes, Flugzeug faxen. Hierbei kann es sich um fast alle Informationen handeln,
die der Pilot für den Flughafen benötigt (zum Beispiel die Art und Weise des Einparkens).
Alle diese Funktionen des Computers und des Personals wurden mir innerhalb der ersten beiden Tage
genau erklärt.
Im Computer des FOC gibt es über jeden großen Flughafen einige Informationen, die in einem
gesonderten Ordner für die Flugbegleiter/innen zur Verfügung liegen. Da diese Texte sehr oft
aktualisiert werden, habe ich sie erst auf dem Computer geladen und dann in richtiger
Reihenfolge ausgedruckt. Die Abkürzungen (TXL=Berlin, LHR=London...) wurden dann gelb markiert
und schon gab es einen neuen aktuellen Informationsordner.
Die Aussage der Mitarbeiter "Der Job wird erst interessant, wenn nichts mehr nach Plan
verläuft" kann ich bezeugen. Wenn nämlich zum Beispiel eine Maschine in Frankfurt einen
technischen Defekt hat, müssen neue Crewbegleiter aus dem "Stand-by" angerufen werden. Diese
Leute sind zwar zu Hause, müssen jedoch jederzeit bereit sein, um für Unvorhergesehendes
einzuspringen.
Der Aufenthalt im FOC war sehr interessant, auch wenn oft nicht allzu viel zu tun war. Es
herschte immer eine gute Stimmung obwohl entweder gar nichts los war oder große Probleme
zu bewältigen waren.
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